Archiv der Christophorusschule Bonn
LVR-Förderschule, Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung

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Unterstützte Kommunikation
Mehr als 1/3 unserer Schülerinnen und Schüler können, auf Grund ihrer angeborenen oder erworbenen körperlichen und motorischen Beeinträchtigungen nicht oder nur sehr eingeschränkt und schwer verständlich sprechen.

Auch wer nicht sprechen kann hat viel zu sagen!

Kontakt zu Menschen aufzunehmen, in Beziehung zu treten, miteinander zu kommunizieren, die Welt mitzugestalten, sind menschlichen Grundbedürfnisse, deshalb ist uns die Förderung und Unterstützung der kommunikativen Fähigkeiten unserer Schülerinnen und Schüler so wichtig.

Mit Hilfe des pädagogisch-therapeutischen Konzepts der Unterstützten Kommunikation versuchen wir, den Schülerinnen und Schülern sehr individuelle Angebote zur Unterstützung und zur Ergänzung ihrer kommunikativen Möglichkeiten zu machen.

Wenn Sie mehr zum Thema Unterstützte Kommunikation erfahren möchten, schauen Sie auf die Homepage von ISAAC - Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation e.V. (www.isaac-online.de).

Was kann Unterstützte Kommunikation den Schülern ermöglichen?

  • Selbständig Kontakt zur Umgebung aufnehmen
  • Bedürfnisse äußern (z.B. differenzierte Wünsche, Fragen, Vorlieben, Mitteilen von Gedanken)
  • Erzählen von Erlebnissen und Eindrücken
  • Ausdrücken von Gefühlen
  • Eigene Ideen in Gespräche und Handlungsabläufe einbringen
  • Entscheidungen / Auswahl treffen
  • Handlungsprozesse initiieren und beeinflussen

Was sind Methoden der Unterstützten Kommunikation?

Bei den Kommunikationsmethoden kann unterschieden werden zwischen körpereigenen und externen Methoden, wobei möglichst eine Kombination beider Methoden verwirklicht wird, im Sinne des "Sowohl-als-auch-Prinzips".
  • Als sogenannte körpereigenen Methoden werden Methoden beschrieben, die vom Benutzer selbst ohne Hilfsmittel produziert werden, z.B. Gestik, Mimik, Blickbewegungen und Gebärden.
  • Alle Kommunikationsformen, die nicht auf Körperbewegungen beruhen, nennt man externe Kommunikationsmethoden. Eine weitere Unterscheidung in dieser Gruppe wird getroffen in nichtelektronische und elektronische Hilfsmittel.
    • Nichtelektronische Hilfen
      sind Kommunikationsbücher, -tafeln und -rollen mit Photos, Bildern, Zeichnungen, einfache Symbolsammlungen (LÖB, Aladins Bildersammlung) oder sehr komplexe Symbolsysteme wie PCS oder BLISS.
    • Elektronische Kommunikationshilfen
      umfassen eine hohe Anzahl verschiedener Möglichkeiten, die von stationären Computern mit oder ohne Sprachausgabe über tragbare Geräte mit Schriftausgabe bis zu tragbaren Geräten mit digitaler oder synthetischer Sprachausgabe und unterschiedlichen Codierungssystemen reichen.

Institutionalisierung der Unterstützte Kommunikation

Uns ist wichtig, dass Unterstützte Kommunikation ein elementarer Bestandteil des Klassenunterrichtes ist (unterrichtsimmanente Kommunikationsförderung). Hierdurch soll gewährleistet werden, dass die Schülerinnen und Schüler eine kontinuierliche Förderung dort bekommen, wo Kommunikation alltäglich und vielfältig stattfindet - in der Klasse. Damit dies auch auf Dauer gewährleistet werden kann, haben wir den Förderbereich im Schulprogramm fest verankert und die Unterstützte Kommunikation institutionalisiert.

An der Christophorusschule gibt es schon seit einigen Jahren einen Arbeitskreis Unterstützte Kommunikation (Fachkonferenz UK), dem Lehrerinnen und Lehrer sowie Therapeutinnen und Therapeuten unserer Schule angehören. Im Rahmen der Institutionalisierung der Unterstützten Kommunikation haben wir verschiedene Aufgaben- und Arbeitsfelder für den Arbeitskreis vereinbart (pdf-Datei).

Darüber hinaus haben wir seit dem Schuljahr 2004/2005 ein interdisziplinäres Beratungsteam. Dessen Aufgabe ist die Beratung der Kolleginnen und Kollegen in der Hilfsmittelberatung und der unterrichtsimmanenten Förderung der unterstützt sprechenden Schülerinnen und Schüler. Das Team trifft sich wöchentlich dienstags von 10.00 Uhr - 12.00 Uhr im UK-Raum. Zusätzlich werden Fortbildungsangebote und Beratungstermine außerhalb dieser Beratungszeit angeboten.

Schulübergreifende Zusammenarbeit

Die vier Kolleginnen und Kollegen des Beratungsteams arbeiten schulübergreifend im Arbeitskreis der Bezirksregierung Köln mit den beratenden Kolleginnen und Kollegen der anderen Schulen für Körperbehinderte eng zusammen. Dieser fachliche Austausch im Rahmen der regelmäßigen Fortbildungen dient der Weiterentwicklung und Qualitätssicherung der Unterstützten Kommunikation an den Schulen. Darüber hinaus werden die Mitglieder des Arbeitskreises zu Moderatorinnen und Moderatoren der Bezirksregierung ausgebildet. Sie können von Schulen für Fortbildungen von der Bezirksregierung angefordert werden.





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