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als 1/3 unserer Schülerinnen und Schüler können, auf Grund ihrer angeborenen
oder erworbenen körperlichen und motorischen Beeinträchtigungen nicht oder
nur sehr eingeschränkt und schwer verständlich sprechen.
Auch wer nicht sprechen kann hat viel zu sagen!
Kontakt zu Menschen aufzunehmen, in Beziehung zu treten, miteinander
zu kommunizieren, die Welt mitzugestalten, sind menschlichen Grundbedürfnisse,
deshalb ist uns die Förderung und Unterstützung der kommunikativen Fähigkeiten
unserer Schülerinnen und Schüler so wichtig.
Mit Hilfe des pädagogisch-therapeutischen Konzepts der Unterstützten
Kommunikation versuchen wir, den Schülerinnen und Schülern sehr individuelle
Angebote zur Unterstützung und zur Ergänzung ihrer kommunikativen Möglichkeiten
zu machen.
Wenn Sie mehr zum Thema Unterstützte Kommunikation erfahren möchten,
schauen Sie auf die Homepage von ISAAC
- Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation e.V. (www.isaac-online.de).
Was
kann Unterstützte Kommunikation den Schülern ermöglichen?
- Selbständig Kontakt zur Umgebung aufnehmen
- Bedürfnisse äußern (z.B. differenzierte Wünsche, Fragen, Vorlieben,
Mitteilen von Gedanken)
- Erzählen von Erlebnissen und Eindrücken
- Ausdrücken von Gefühlen
- Eigene Ideen in Gespräche und Handlungsabläufe einbringen
- Entscheidungen / Auswahl treffen
- Handlungsprozesse initiieren und beeinflussen
Was sind Methoden der Unterstützten Kommunikation?
Bei den Kommunikationsmethoden kann unterschieden werden zwischen körpereigenen
und externen Methoden, wobei möglichst eine Kombination beider Methoden
verwirklicht wird, im Sinne des "Sowohl-als-auch-Prinzips".
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Als sogenannte körpereigenen Methoden werden Methoden beschrieben,
die vom Benutzer selbst ohne Hilfsmittel produziert werden, z.B. Gestik,
Mimik, Blickbewegungen und Gebärden.
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Alle Kommunikationsformen, die nicht auf Körperbewegungen beruhen,
nennt man externe Kommunikationsmethoden. Eine weitere Unterscheidung
in dieser Gruppe wird getroffen in nichtelektronische und elektronische
Hilfsmittel.
- Nichtelektronische Hilfen
sind Kommunikationsbücher, -tafeln und -rollen mit Photos, Bildern,
Zeichnungen, einfache Symbolsammlungen (LÖB, Aladins Bildersammlung)
oder sehr komplexe Symbolsysteme wie PCS oder BLISS.
- Elektronische Kommunikationshilfen
umfassen eine hohe Anzahl verschiedener Möglichkeiten, die von stationären
Computern mit oder ohne Sprachausgabe über tragbare Geräte mit Schriftausgabe
bis zu tragbaren Geräten mit digitaler oder synthetischer Sprachausgabe
und unterschiedlichen Codierungssystemen reichen.
Institutionalisierung der Unterstützte Kommunikation
Uns ist wichtig, dass Unterstützte Kommunikation ein elementarer
Bestandteil des Klassenunterrichtes ist (unterrichtsimmanente Kommunikationsförderung).
Hierdurch soll gewährleistet werden, dass die Schülerinnen und
Schüler eine kontinuierliche Förderung dort bekommen, wo Kommunikation
alltäglich und vielfältig stattfindet - in der Klasse. Damit
dies auch auf Dauer gewährleistet werden kann, haben wir den Förderbereich
im Schulprogramm fest verankert und die Unterstützte Kommunikation
institutionalisiert.
An der Christophorusschule gibt es schon seit einigen Jahren einen Arbeitskreis
Unterstützte Kommunikation (Fachkonferenz UK), dem
Lehrerinnen und Lehrer sowie Therapeutinnen und Therapeuten unserer Schule
angehören. Im Rahmen der Institutionalisierung der Unterstützten
Kommunikation haben wir verschiedene Aufgaben- und Arbeitsfelder für
den Arbeitskreis vereinbart (pdf-Datei).
Darüber hinaus haben wir seit dem Schuljahr 2004/2005
ein interdisziplinäres Beratungsteam. Dessen Aufgabe ist die Beratung
der Kolleginnen und Kollegen in der Hilfsmittelberatung und der unterrichtsimmanenten
Förderung der unterstützt sprechenden Schülerinnen und
Schüler. Das Team trifft sich wöchentlich dienstags von 10.00
Uhr - 12.00 Uhr im UK-Raum. Zusätzlich werden Fortbildungsangebote
und Beratungstermine außerhalb dieser Beratungszeit angeboten.
Schulübergreifende Zusammenarbeit
Die vier Kolleginnen und Kollegen des Beratungsteams
arbeiten schulübergreifend im Arbeitskreis der Bezirksregierung Köln
mit den beratenden Kolleginnen und Kollegen der anderen Schulen für
Körperbehinderte eng zusammen. Dieser fachliche Austausch im Rahmen
der regelmäßigen Fortbildungen dient der Weiterentwicklung
und Qualitätssicherung der Unterstützten Kommunikation an den
Schulen. Darüber hinaus werden die Mitglieder des Arbeitskreises
zu Moderatorinnen und Moderatoren der Bezirksregierung ausgebildet. Sie
können von Schulen für Fortbildungen von der Bezirksregierung
angefordert werden.
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